Das Lonetal - UNESCO Welterbe

Das Lonetal bietet faszinierende Einblicke in 200 Millionen Jahre Erd- und Menschheitsgeschichte. Vor 200 Millionen Jahren war das heutige Lonetal von einem tropischen Meer bedeckt, dessen Korallen die heute noch sichtbaren hellen Felsen bildeten. Nach dem Rückzug des Jurameeres bildeten abfließende Wassermassen in der Kreidezeit und im Tertiär die einstige Ur-Lone, ein mächtiger Fluß der in der Gegend des heutigen Schwarzwaldes entsprang und erst weit im Süden, am heutigen Alpennordrand, in die Tethys, den Vorgänger des Mittelmeers, mündete. Im Tal dieser Ur-Lone konnte sich eine faszinierende Tierwelt aus Mammuts, Löwen, Nashörnern und Höhlenbären ausbreiten, die unsere frühesten Vorfahren dazu veranlaßte, sich im Lonetal niederzulassen. Dort fanden sie Nahrung, Schutz und Zeit – Zeit die sie nutzen konnten, um sich geistig und kulturell zu entfalten. Aus den Stoßzähnen von Mammuts schnitzten die Menschen im Lonetal vor 40.000 Jahren die heute weltbekannten Elfenbeinfiguren. Die in den Lonetalhöhlen gefundenen Figuren aus Mammutelfenbein zählen heute zu den ältesten und faszinierendsten Zeugnissen menschlicher Kunst und Kultur. Weltberühmt wurde der Löwenmensch, eine 40.000 Jahre alte Tier-Mensch-Figur, geschnitzt aus einem Mammutstoßzahn. In dieser fantastischen Gestalt des Löwenmenschen ist uns ein einzigartiges Relikt erhalten, das in eine Sphäre geistig-religiöser Vorstellungen der Menschen der letzten Eiszeit verweist. Aufgrund der herausragenden Bedeutung dieser Fundstücke wurden die Höhlen des Lonetals 2017 zum UNESCO Welterbe ernannt.

Geschichte entdecken

Geschichte entdecken

Das Lonetal kann heute für den Besucher mit attraktiven Highlights aufwarten. Im Archäopark Vogelherd können Alt und Jung nicht nur Originalfundstücke bestaunen, sondern auch auf eiszeitlichen Themenplätzen tief in die Geschichte unserer frühen Vorfahren eintauchen. Nur wenige Kilometer entfernt liegt die HöhlenErlebnisWelt mit der Charlottenhöhle und auch das Steiff-Museum in Giengen ist nur wenige Fahrminuten entfernt. Durch die Nähe zum Legoland Deutschland Resort ist das Lonetal zudem eine optimale Abrundung und Abwechslung zu einem Besuch des Vergnügungsparks.

Natur erleben

Neben seiner urgeschichtlichen Faszination hat das Lonetal auch in an Naturschätzen viel zu bieten. Zwar ist von dem einstig mächtigen Fluss nur noch ein kleines Flüsslein geblieben, die Natur und die Landschaften im und ums Lonetal sind jedoch von überraschender Vielfalt und Schönheit. Neben Reihern und Bibern haben sich im Lonetal auch seltene Arten wie der Eisvogel oder der Wanderfalke wieder ansiedeln können. Wer genauer hinsieht wird im Frühjahr und Sommer zahlreiche seltene Pflanzenarten und kleinere Tierarten entdecken.

Freizeit gestalten

Wandern, Radfahren und Jogging sind beliebte Freizeitmöglichkeiten im Lonetal. Abseits von Lärm, Hektik und Menschenmassen können Sportler aller Leistungsstufen ihrem Hobby in der freien Natur nachgehen.

Familienfreundliche Gaststätten, Pensionen, Hotels und Restaurants runden durch preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten und kulinarische Spezialitäten den Besuch auf wohltuende Weise ab.

Lonetal.net lädt Sie ein, das Lonetal näher kennenzulernen. Schauen Sie doch mal auf einen Besuch im Lonetal vorbei, es lohnt sich...

ENTDECKEN

Archäopark

Der Archäopark Vogelherd umrahmt die Vogelherdhöhle und ist dabei der einzige Platz in unserer Region, an dem der Höhlenfundort und die Präsentation der Funde vereint sind.

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HöhlenErlebnisWelt

Die HöhlenErlebnisWelt erwartet die Besucher mit einem vielfältigen Angebot: Bestaunen Sie die Charlottenhöhle - mit 587 m eine der längsten begehbaren Schauhöhlen Süddeutschlands. Im HöhlenSchauLand verspricht die Erlebnisausstellung „Faszination Höhle.Mensch.Natur“ eine Wissensvermittlung rund um die Erdgeschichte auf unterhaltsame Weise.

WELTERBE

Eiszeitkunst

Bei Ausgrabungen in den Lonetalhöhlen wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts mehrere kleine, meist vollplastische Elfenbeinfiguren entdeckt. Die mit Steingeräten aus Mammutstoßzähnen geschnitzten Plastiken sind die weltweit ältesten Belege beweglicher Kunst.

WELTERBE

Löwenmensch

Die meisterhaft aus dem Stoßzahn eines Mammuts geschnitzte, weltweit einzigartige Figur verbindet tierische mit menschlichen Attributen und gibt uns einen faszinierenden Einblick in das komplexe Weltbild unserer frühesten Vorfahren.

WANDERN

Überblick

Das Lonetal bietet vielfältige Möglichkeiten zum Wandern und spazieren gehen. Hier finden Sie einige ausgewiesene Strecken für unterschiedlichste Ansprüche. Nahezu jeder Abschnitt des Lonetals hat seinen besonderen Reiz oder seine besonderen Sehenswürdigkeiten.

RADFAHREN

Überblick

Der Lonetal-Radweg führt Sie auf gut befahrbaren Feldwegen durch das gesamte Lonetal. Die Alb-Donau-Kreis-Radwege Nr.2, Nr.3, Nr.5 und Nr.8 schließen einen Teil des Lonetals mit ein und erlauben auch die Erkundung nahegelegener Regionen. Der Albtäler ist ein 158km langer Rundkurs durch die schönsten Täler der Schwäbischen Alb und der Eiszeittäler Radweg verbindet die UNESCO Welterbestätten Achtal und Lonetal.

Häufige Fragen zum Lonetal

Wo liegt das Lonetal?

Das Lonetal liegt in Süddeutschland nahe dem Donautal. Sie entspringt in Urspring ca. 20 Kilometer nördlich von Ulm und mündet nach ca. 38 km bei Giengen in die Hürbe, die wiederum in die Donau fließt.

Was macht das Lonetal so besonders?

Die Lone war einst ein mächtiger Fluß der in der Gegend des heutigen Schwarzwaldes entsprang und erst weit im Süden, am heutigen Alpennordrand, in die Tethys mündete. Im Tal dieser Url-Lone siedelten sich unsere frühesten Vorfahren an und schnitzten aus den Stoßzähnen von Mammuts einzigartige Elfenbeinfiguren, die als eine der ältesten Kunstwerke der Menschheit gelten. Aufgrund der herausragenden Bedeutung dieser Kunstwerke wurden die Höhlen des Lonetals gemeinsam mit denen nahegelegenen Achtala bei Blaubeuren 2017 zum UNESCO Welterbe ernannt.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund ums Lonetal?

Der beste Platz um die in die eiszeitliche Welt einzutauchen ist der Archäopark Vogelherd. Nur wenige Kilometer weiter befindet sich die HöhlenErlebnisWelt mit der Charlottenhöhle, einer der längsten Schauhöhlen Süddeutschlands. Immer einen Besuch Wert ist auch das Steiff-Museum in Giengen. In unmittelbarer Umgebung befindet sich auch das Legoland und die Stadt Ulm mit dem Ulmer Münster. Die Fundhöhlen können am besten im Rahmen einer Wanderung oder mit dem Fahrrad erkundet werden.

Wo kann die faszinierende Eiszeitkunst besichtigt werden?

Zwei Originalfundstücke, das Mammut und ein Höhlenlöwe, befinden sich im Archäopark Vogelherd. Das Original des Löwenmenschen wird im Rahmen einer permanenten Sonderausstellung im Museum Ulm präsentiert. Weitere Fundstücke werden im Museum Alte Kulturen im Schloss Hohentübingen präsentiert.

Wo kann man im Lonetal am besten wandern?

Es gibt 4 gut ausgeschilderte Hauptwanderwege: Den 60 km langen Lonetalwanderweg, den Neandertalerweg, der auf 12 km an den Fundhöhlen vorbeiführt und die landschaftlich besonders reizvolle 8 km lange Fohlenhausrunde. Die Lonetalquellrunde führt Sie auf 8km von der Lonequelle zum Lonesee und zurück. Darüber hinaus gibt es rund um das Lonetal zahreiche weitere Wander- und Spazierwege bis hin zur Anbindung an den 158km langen Albschäferweg der Heidenheimer Brenzregion.

Wie kann man das Lonetal am besten mit dem Fahrrad erkunden?

Der Lonetal-Radweg führt auf 40km von Amstetten nach Hürben durchs gesamte Lonetal. Der Albtäler führt auf 186 km durch die schönsten Täler der Schwäbischen Alb und dabei auch durchs Lonetal. Der Eiszeittäler Radweg verbindet auf 75 km die UNESCO Welterbestätten Achtal und Lonetal und der Donautäler eschließt auf mehreren Teiletappen die Seitentäler der schwäbischen Donau. Darüber hinaus gibt es 4 gut ausgeschilderte Radwege des Alb-Donau-Kreises zwischen 50 und 70km Länge die das Lonetal einschließen.

Wo kann ich essen und übernachten im Lonetal?

Weite Teile des Lonetal führen durch unbewohntes Gebiet aber in den Gemeinden rund ums Lonetal finden Sie zahlreiche Möglichkeiten zum Einkehren und Übernachten. Es empfiehlt sich dennoch etwas Reiseproviant einzupacken, da unmittelbar an den Wander- und Radwegen nicht immer eine entsprechende Einkehrmöglichkeit am Weg liegt.