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Pflanzen im Lonetal

Das Lonetal beherbergt eine Vielzahl unterschiedlichster Pflanzenarten, die in ihrer Mannigfaltigkeit hier natürlich nicht vollständig beschreiben werden können. 

Am besten erkunden Sie die faszinierende Flora des Lonetals auf eigene Faust live. Besonders im Frühjahr finden Sie wahre Blumenmeere im Lonetal.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Aufzählung der wichtigsten standorttypischer Arten.




Aaronstab
Waldpflanzen
Vor allem im März und im April können Sie in den Laubwäldern Weiße Anemonen, Seidelbast, Lungenkraut, Leberblümchen und Waldbingelkraut in ihrer Blüte entdecken. Im Mai und Juni kommen Frühjahrsblatterbes, Mandelblättrige Wolfsmilch, Goldnessel und Türkenbundlilie hinzu.

In nördlichen, eher kühlen Standorten finden sich im Frühjahr auch Lerchensporn, Märzenbecher, Waldgelbstern, Scharbockskraut und Gelbe Anemonen. Auf den südlich exponierten, warmen Standorten können Sie Traubenhyazinthe, Arzneischlüsselblume, Wunderveilchen entdecken. Als Besonderheit sind hier auch das Breitblättrige Laserkraut und das Männliche Knabenkraut herauszustellen.

 




Frauenschuh
Felsen
Um die größeren, sonnenexponierten Felsen findet sich eine vielfältige Flora. Während auf den blanken Felsen lediglich Moose und Flechten wachsen können, findet sich dort, wo in kleinen Spalten nährstoffreiche Böden entstehen können Dickblattgewächse wie der Scharfe und der Milde Mauerpfeffer, die Weiße Fetthenne und kleine einjährige Arten wie der Dreifingersteinbrech und das Hungerblümchen.

In eher schattigen Stellen fühlen sich die beiden im Lonetal vorkommenden Farnarten, die Mauerraute und der Zerbrechliche Blasenfarn wohl. 

In tieferen Spalten wachsen bereits Bäume und Sträucher wie der Mehlbeerbaum, der Feldahorn oder die Ästige Graslilie. In dickeren Humusschichten kann man wärmeliebende Waldsaumarten wie das Salomonsiegel, der Blutrote Storchschnabel, der Große Ehrenpreis, die Strauchblütige Wucherblume, das Breitblättrige Laserkraut und der seltene Purpurklee.

 



Küchenschelle


Silberdistel


Buschwindröschen

Wacholderheiden
Wacholderheiden sind die typischen Lebensräume der Schwäbischen Alb. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Wacholderheiden spielten Schafherden, die durch ihre permanente Beweidung das Wachsen größerer Gehölze verhinderten. Mit dem Rückgang der Schäferei Mitte des 19. Jahrhunderts ließ die Beweidungsintensität nach und es konnten sich verschiedene Pflanzenarten etablieren, v.a. der Wacholder und die Schlehe sowie verschiedene Gräser und Saumarten. Durch Aufforstung und Flurbereinigung sowie Bebauungs- und Kultivierungsmaßnahmen sind Wacholderheiden stark zurückgegangen, so dass heute nur noch wenige, meist kleine und isolierte Restflächen übrig sind.

Im Lonetal gibt es noch kleine Wacholderheidenreste bei Breitingen, der Vogelherdhöhle und bei der Bocksteinhöhle. Eine 7 Hektar große Wacholderheide bei Breitingen, der "Breitinger Schönrein"  wurde Ende 2003 unter Naturschutz gestellt und bietet einen wichtigen Lebensraum für Vögel und Schmetterlinge.

Typische Pflanzenarten der Wacholderheiden sind Süßgräser, wie die Aufrechte Trespe, die Fliederzwenke und das Schillergras. Außerdem der blau blühende Frühjahrsenzian, der Hufeisenklee und die Taubenskabiose. An den Waldsäumen finden sich typische Pflanzen wie die Straußblütige Wucherblume und der Blutrote Storchenschnabel.


Wiesen
Leider sind die blumenreichen, 2mal pro Jahr gemähten Feuchtwiesen im Lonetal in der Vergangenheit durch Ackerbau und intensivere Nutzung der Flächen zurückgegangen. Typische Arten dieser Feuchtgebiete wie die Sumpfdotterblume oder Sauergräser sind deswegen nur selten zu finden. Schwer haben es auch andere typische Wiesenarten wie der Scharfe Hahnenfuß, das Wiesenschaumkraut oder der Sauerampfer und der Wiesenkerbel. Durch die eingeleiteten Rekultivierungsmaßnahmen ist jedoch zu hoffen, dass diese Arten in der Zukunft wieder häufiger anzutreffen sind.

Fotos: 
© Ernst Junginger
Text nach
Jürgen Trittler: Das Lonetal aus biologischer Sicht  
in: Lonetal - Lohnendes Tal
Herausgeber: Heimat-Verein Herbrechtingen, 
2. Auflage, ISBN 3-00-008698-6



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Flora von Deutschland und angrenzender...

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Die Pflanzenwelt der Schwäbischen Alb

 



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